Anmerkung:
Dies ist eine meiner ersten Geschichten, die ich wirklich aufgeschrieben habe und Dank meiner Mama, die sie über 10 Jahre aufgehoben hat, kann sie nun auch Teil meines Blogs werden. Danke Mama!
Geschrieben habe ich sie mit ca. 16 Jahren.
Viel Spaß beim Lesen.
Kapitel 1: Erlösung
Und dann war es soweit. Sie konnte nicht mehr atmen.
Alles in ihr schnürte sich zu einem großen Geschwür zusammen.
Ihre Lunge schmerzte, ihre Knie gaben nach, sie verlor das Bewusstsein.
Also hatte es gewirkt, dachte er sich. Es ist vollbracht. Zu Ende.
Keine weitere Sekunde Schmach und Schande. Nie mehr.
Er spürte wie die ihn zu erdrückend drohende Last von ihm fiel.
Es war als würde er abheben, hoch in die Luft, in die Unendlichkeit, Freiheit.
Unendliche Freiheit.
Es war dunkel, unheimlich dunkel. Oder war sie tot? Hatte sie ihre Augen wirklich geöffnet?
Sie schloss ihre Augen und öffnete sie wieder. Nichts. Nur unsägliche Dunkelheit.
Langsam bewegte sie ihre Hand vor ihrem Gesicht hin und her. Nichts.
Keine Erinnerung, wie sie hierher kam. Wo war sie überhaupt?
Dunkelheit. Verloren. Allein. Sie schloss ihre Augen. Erschöpfung. Schlaf.
Höher und höher flog er. Es war ihm als könnte er alles erreichen. Jetzt wo er so frei war.
Er atmete eine andere Luft, lief einen anderen Weg, lebte in einer neuen Welt.
Sie erschloss sich ihm in den hellsten Farben. Höher und höher, freier und freier.
Die Sonne schien heller zu scheinen. Nie zuvor hatte er ein solches Gefühl gehabt.
Ein Gefühl von Glück, unbändiger Freude, Freiheit, Unabhängigkeit, Triumph.
War das wirklich die lang ersehnte Freiheit?
,,Ist das Freiheit?“ fragte er sich.
Schwerelos fühlte sie sich, als sie aufachte. Ihren Körper spürte sie nicht.
Ob sie überhaupt noch einen Körper hatte? Leere. Sie empfand nichts.
Keine Panik, keine Trauer, keinen Schmerz. Leere, nichts als Leere.
Als würde sie in einem Universum aus Dunkelheit umherschwirren.
Nirgendwo Halt, keine Ende und kein Anfang, kein Orientierungspunkt. Orientierungslosigkeit. Doch das alles machte ihr nicht aus.
Sie genoss diesen Zustand der Leere und Weite, Unendlichkeit.
Um nichts machte sie sich Gedanken. Einfach treiben lassen.
Fort von dem Schmerz den sie erleiden musste, hinein in eine Welt ohne Gefühle, ohne Gedanken, ohne Werte.
,,Ist das Freiheit?“ fragte sie sich.